Beiträge von Flausenleger

    Nachdem ich jetzt ein paar Tage den "Gürtel" Woojer Strap und die Weste Woojer Vest bei mir habe, will ich doch mal das versprochene Feedback geben.


    Woojer Strap:


    An sich eine nette Idee das "Live-Sound-Feeling" in den Alltag zu bringen. Höre gerne und viel Musik über Kopfhörer. Also eigentlich genau das Richtige für mich.

    Das Gerät selbst wirkt sehr wertig und ist echt gut verarbeitet. Habe das Ding mit verschiedenen Musikrichtungen und auch Konzertmitschnitten getestet. Leider ist die Vibration einfach zu punktuell und der Effekt, den ich mir erwünscht habe, stellte sich nicht ein. Somit kurz und knapp, bin nicht überzeugt und der Woojer Strap geht zurück an den Hersteller.


    Woojer Vest:


    Quasi der große Bruder des Strap. Die Vest hat gleich sechs der Schallwandler verbaut (Strap nur einen). Die Vest fühlt sich ebenfalls sehr wertig an und scheint gut verarbeitet zu sein. Das Rückenteil der Vest ist allerdings recht steif. Was ein Gemütliches rumlungern auf der Couch also eher entgegen spricht.

    Verbunden wird die Vest mit Bluetooth oder Kabel am linken vorderen Träger. In der Regel wird man aber wohl Bluetooth nehmen (habe ich zumindest getan).

    Hier gibts jetzt allerdings auch etwas zu beachten. Wenn man etwa Kopfhörer und Weste über Bluetooth ansprechen will, benötigt man je nach Quellgerät einen dualen Transmitter oder ein Handy, das dieses unterstützt. Ansonsten kann man die Vest auch per Bluetooth verbinden und einfach den Kopfhörerausgang der Vest benutzen. Diese Variante hat den Vorteil, dass man die Lautstärke für den Kopfhörer direkt an der Vest steuern kann. Denn die Vest selbst, muss immer in maximaler Lautstärke angesprochen werden. Die Schallintensität lässt sich ebenfalls an der Vest selbst regulieren.

    So nun zum eigentlichen.

    Musik hören macht damit (je nach Genre) schon Spaß. Allerdings würde ich die Vest eher zu Hause benutzen und da kommt mir die "Steifheit" der Vest eher nicht entgegen. Zumal ich zu Hause auch eher weniger über Kopfhörer höre. Über Anlage und Boxen wäre zwar vermutlich mit dualem Transmitter auch möglich, aber denke man muss es schon sehr wollen, um damit wirklich öfter aktiv Musik zu hören.

    Selbe gilt für Filme gucken. Zwar ganz nett, aber mit so einer Veste auf der Couch rumliegen ist schon etwas merkwürdig. Besonders wenn man gerade nicht allein ist:).

    Bei PC-Spielen habe ich einen geteilten Eindruck. Habe verschiedene Spiele getestet und Spiele im Stile von Control, die Spannung und Intensität durch Sound regulieren, sind schon ganz nett damit. Shooter fand ich jetzt auch nicht wirklich schlecht. Habe ich mir aber etwas besser vorgestellt. Da merkt man einfach, dass Geräusche nicht differenziert bearbeitet werden können. Explosionen und Schüsse fühlen sich je nach Spiel ganz gut an, aber es wirkt bei Umgebungsgeräuschen oder simplen laufen zum Teil etwas merkwürdig. Alles in allem macht es bei einigen Spielen aber schon Spaß.

    Die größte Stärke liegt für mich im VR-Bereich.

    Das war am Ende auch der Grund, warum ich mich dafür interessiert habe.

    Vorab ich benutze eine Valve Index und Steam VR. Die Index hat intigrierte Kopfhörer die ich sehr schätze. Zum Glück bietet Steam VR eine Möglichkeit diese nutzen zu können. Man kann dort die Audioquelle klonen und in den erweiterten Einstellungen dann auch separate Lautstärken einstellen. Somit reicht ein einfacher Bluetooth Transmitter aus, um den Ton mit maximal Pegel an die Veste zu schicken und trotzdem in "normal" Lautstärke mit integrierten Kopfhörern spielen zu können.

    VR Filme schaue ich zwar nicht so oft, sind mit der Vest aber echt cool. Die Immersion wird durch die Vibration deutlich verstärkt.

    VR Spiele bewerte ich sehr unterschiedlich. Eines meiner Lieblingsspiele ist Synthriders. Ein VR-Rythm Spiel, welches Ähnlichkeiten mit Beat Sabre hat. Was vermutlich etwas bekannter ist. An sich also die perfekte Voraussetzung für die Vest. Sie funktioniert dabei auch recht solide. Damit es stimmig ist, muss man die Intensität leider bei fast jedem Lied neu anpassen. Was schon etwas nervig ist und den "flow" raubt. Dazu kommt das die recht steife Vest für so viel ausladende und schnelle Bewegung dann doch etwas steif ist.

    Andere Spiele wie etwa Pistol Whip, welches ein Rythm-Shooter ist fühlt sich richtig gut an. Hier gibt es diese Pegelproblematik nicht und auch wenn man sich ebenfalls doch recht ordentlich bewegen muss/sollte, stört die Vest hierbei nicht wirklich.

    Auch Nahkampfspiele wie Until you Fall oder Everslaught machen damit echt Laune.


    Alles in allem finde ich die Vest nicht schlecht. Für mich hat sie vor allem im VR Bereich eine Berechtigung. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich sie mir heute noch einmal zulegen würde, werde ich sie behalten. Die Technik hat potential, gibt aber Luft nach oben.

    Habe gerade eine Nachricht vom Support bekommen. Der Webshop hatte einen Fehler und die Bestellungen nach Deutschland gehen wieder. Versand erfolgt aus den Niederlanden.

    Da ich das direkt genutzt habe, kann ich hoffentlich bald berichten . Allerdings kannst du das natürlich auch einfach selbst testen. Es gibt eine 30 Tage Geld zurück Garantie und somit ist es ja recht Risikoarm.

    Wollte mir den Gürtel kaufen. Leider liefern die nicht nach Deutschland. In den AGB steht zwar EU, aber beim Bestellprozess wird dann darauf hingewiesen.

    Von daher muss man wohl noch etwas warten.

    Viele spielen mit eine Brille unter dem Headset. Es gibt aber auch Hersteller für angepasste VR Einsätze mit deiner Sehschärfe die man direkt auf die Linsen setzen kann.

    Ich perönlich bin seit jeher weitsichtig, spiele aber problemlos ohne "normale" Brille. 2 Freunde von mir spielen immer mit ihrer Brille unter dem Headset, sind aber auch beide Kurzsichtig. Keine Ahnung ob es daran liegt, aber je nach Headset und größe deiner Brille ist das kein Problem. Würde dann aber eines empfehlen bei dem man auch Pupillenabstand etc. einstellen kann.

    Die sind ausgereifte Games und ich glaub mein Satz ist da etwas Falsch gewählt. Ich finde der größte Teil der VR Apps isn Cash Grab. Alyx finde ich ist kein Cashgrab, finde aber auch bis auf das Waffenhandling ist da nicht wirklich was drinne wo ich sage, yo das musste in VR erlebt haben.

    Hm, keine Ahnung welche Titel du als "Cash Grab" bezeichnen würdest, aber es gibt doch einige sehr gute Spiele die in einer Preisspanne von <~20 € liegen. Die Bewertung ist natürlich bei jedem Individuell, aber bisher kann ich keine Abweichung zum regulären Spielemarkt erkennen. Manches ist teuer und anderes nicht, wie bei nicht VR spielen eben auch.


    Das dich Alyx so kalt lässt verwundert mich stark. Finde es Bildgewaltig, liebevoll im Detail und eine wahnsinnig spannende Atmosphäre. Natürlich hat auch da jeder seine Ansicht, aber was muss ein Spiel bieten damit es dich beeindruckt? Alyx ist für mich einfach eines der besten Spiele die ich je erlebt habe.


    Was die "begrenzten" Spiele angeht, da gibt es deutlich mehr als die meisten hier scheinbar auf dem Schirm haben.

    Hier mal ein Video aus diesem Jahr wo ein paar vorgestellt werden. Es gibt aber noch einige gute Titel mehr die da nicht genannt wurden (etwa das oben schon erwähnte "Until u Fall" , "Tower Tag" oder "Fallout 4 VR" welche alle noch recht neu sind aber auch viele weitere.). Klar der Markt ist kleiner als der reguläre, aber bei weitem nicht so klein wie er hier erscheint.


    HTC Vive, Valve Index etc. haben eine eine gute Auflösung, präzise Controller, sehr genaues Tracking der Bewegung, wofür du aber viel Platz brauchst. Du musst ähnlich wie bei einem Audio Surround System die Basisstationen verteilen und verkabeln. Diese Brillen sind für Shooter wie Onward oder Pavlov optimal, da sie die Bewegung und Haltung der Waffe präzise tracken.

    Das stimmt so halb. In der Qualität ist die Index schon deutlich besser als die Vive. Ist aber auch einfach die nächste Generation. HTC hat sich ja aus dem Privatbereich zurückgezogen und diesen Valve überlassen. Wie auch immer. Alle Brillen egal welcher Marke benötigen letztlich den gleichen Platz. Denn schließlich bewegt sich ja der Spieler (Je größer das Feld, desto besser). Wenn man sich nicht bewegen möchte, kann man mit allen Systemen auch einfach im stehen oder sitzen spielen.

    Was die Verkabelung des Trackings angeht, da benötigt man nur Strom. Der Rest ist wireless. Ist also eher nicht so ein Problem oder Aufwand. Den Unterschied zu dem Tracking anderer Systeme ist allerdings deutlich und spielt auch schon bei langsamen Bewegungen eine spürbare Rolle. Fühlt sich einfach viel präziser und direkter an. Dazu kommen die Controller der Index mit denen du jeden Finger einzeln bewegen kannst. Dürfte derzeit mit Abstand der beste Controller sein (Allerdings auch recht teuer).


    Ein starker Vorteil von Oculus Brillen liegt in der Softwareverfügbarkeit. Man kann sowohl die Oculus Exklusivtitel spielen aber auch SteamVR o.Ä. nutzen und hat dienbezüglich keine Begrenzung.

    Zum Glück gibt es da Abhilfe. "ReVive" ist da z.B. recht gut. Das ist eine Open Source Software die Oculus Spiele auch auf andere Systeme bringt. Gerade da finde ich die Oculus Philosophie der Abschottung auch eher unangenehm.


    So genug Partei ergriffen (bin halt von der Index überzeugt) ;). Aber MacFist hat schon recht, es hängt halt einfach davon ab was man machen möchte und wie die Gegebenheiten sind.

    Hallo Shorty,

    Ich habe seit Anfang des Jahres das Vive Index System und finde es einfach genial. Habe vorher bei einem Freund Erfahrungen mit dem HTC Vive sammeln können. Die Weiterentwicklung ist echt enorm. Die Qualität der Grafik, Sichtfeld und vor allem die Controller sind ein echter Schritt nach vorn.

    Ich perönlcih nutze die Brille seitdem nahezu täglich. Sowohl als Teil eines Workouts, als auch zum zocken. Gerade Box VR und danach Beatsabre zum entspannen ermöglichen durchaus eine nette Abwechslung im Sportalltag.

    An klassischen "full VR" Spielen gibt es ebenfalls gute Titel. Da wären neben dem genannten "Alyx" etwa "Until You Fall", "BONEWORKS" oder "Tower Tag" zu nennen.


    Wenn du gerne Musikalisch unterwegs bist, ist "EXA: The Infinite Instrument" richtig gut.


    Dazu kommen noch die "Unterstützt VR" Titel. Die vor allem im Simulationsbereich interessant sind (Auto, Flugzeug, Weltraum etc.). "Elite Dangerous" habe ich zwar nur angespielt, gefiel mir aber ebenfalls richtig gut.


    Es gibt natürlich einiges mehr und auch einige Muliplayer Titel wie "Pavlov" (VR Counterstike) . Oft mangelt es bei den Multiplayer Titeln aber noch an ausreichend Spielern.


    Zusätzlich gibt es einige Dinge die man beachten sollte.

    Zum einen sollte man schon mind. 2x2 m Fläche haben. Darunter ist es einfach zu einschränkend.

    Zusätzlich lohnt sich ein Kabelmanagement System. Ich selbst nutze https://www.amazon.de/gp/produ…tle_o08_s00?ie=UTF8&psc=1 und bin sehr zufrieden damit. Gerade bei etwas intensiveren Bewegungen kann das Kabel sonst schon nerven.

    Auch ein paar kleine Tools wie etwa "VRocker" (https://store.steampowered.com/app/1143750/VRocker/) sind sehr nett. Noch in der Alpha, aber funktioniert schon ganz gut. Gerade für Menschen mit Motion Sickness Problemen sehr hilfreich und gibt dem ganzen eine zusätzliche Ebene.


    Alles in allem möchte ich VR nicht mehr missen. Die Spieleranzahl steigt rasant und es kommen immer mehr Titel und Entwicklungen dazu. Es ist noch nicht alles Perfekt, aber das Erlebnis ist jetzt schon großartig. Sollte man das Geld erübrigen können, kann man es meiner Meinung nach deutlich schlechter anlegen.